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Allerlei

Der goldene Käfig

Eine riesige Villa mit einem schönen, gepflegten Garten, das Zuhause einer Familie.
Ein kleines Mädchen steht weinend in einem Zimmer, das voll gestopft ist mit verschiedenen schönen Spielsachen. Alle sind fein säuberlich geordnet in dutzenden Regalen und Schränken. Feinste Porzellanpuppen, eigentlich viel zu kostbar um mit ihnen zu spielen, in ihren Seidenkleidern, zierliches weißes Puppenporzellan mit zartrosa Rosen.
Daneben steht ein Puppenhaus, ebenfalls in Zartrosa gehalten, welches verschiedene Barbiepuppen in schicken kleinen Abendkleidern beherbergt. Die Puppen sitzen stumm an ihren Plätzen. Die eine hält in ihrer Plastikhand eine kleine Kaffeetasse und ihr gegenüber ein „Ken“, in Smoking und Krawatte, seine Partnerin, mit geschlossenem Mund, aus seinen Puppenaugen heraus anstarrend.
Gleich danach, angrenzend sehen wir eine kleine Ansammlung von Plüschtieren, alle in einer Reihe aufgestellt wie eine stumme Armee, bereit von dem kleinen blonden Mädchen in die Arme genommen zu werden. Doch das Mädchen steht nur stumm da und eine kleine Träne rinnt ihr die zarte Wange hinunter.
Die großen Plastikaugen des weiß- braunen Kuscheltierhundes sehen das Mädchen mit dem immer verspielten Gesicht an als würde das Stofftier wirklich darauf warten vom Mädchen in die Arme geschlossen und gestreichelt zu werden.
Neben dem Stofftier sitzt ein Pinguin in Lebensgröße mit geöffnetem Stoffschnabel und beinahe Klugdreinblickenden Augen.
Das Mädchen wischt sich die Augen aus und setzt sich auf ihr Bett, welches direkt aus einem Märchen entsprungen sein könnte. Weiße Polster türmen sich auf seidenen Laken und auf der Bettdecke ist das Bild eines Einhorns abgebildet.
Der zierliche Körper drückt sich fast gar nicht in das Bettzeug. Das Mädchen nimmt sich ihren Lieblingsteddy und vergräbt ihr kleines Gesicht in den plüschigen Körper des Stofftiers. Doch warum war das arme, reiche Mädchen so verzweifelt?
Leise hörte man sie schluchzen:“ Warum? Warum haben sie darauf vergessen?“ wisperte das Mädchen immer und immer wieder.
Heute war ihr Geburtstag. Heute war das Mädchen 6 Jahre alt geworden. Und was war geschehen? Ihre Eltern hatten auf ihren Geburtstag vergessen und waren zu einer Geschäftsreise aufgebrochen.
Mir tut dieses arme reiche Mädchen leid, denn obwohl sie alles hat was man vermeintlicher Ihre Eltern haben keine Zeit für sie und überschütten sie mit Geschenken und meinen alles für ihre Tochter getan zu haben.
Frage: Ist Reichtum wirklich der richtige Weg zum Glück?


Zartrosa

Zartrosa erschien der Morgen und
die Kinder schienen ohne Sorgen.
Sie lachten, tanzten und sangen viel, ei war das ein geselliges Spiel.
Sie liefen über Wiesen, Rasen und suchten im Gestrüpp nach Osterhasen.
Doch keines ging zum dunklen Walde hin, denn da war ja die böse Hexe drin.
So wussten sie von ihrer Mutter, die es gehört von der Frau Butter.
Doch sagt ich keines ging hinein?
Ei so irrt ich mich bei einen.
Sie hieß Lieschen war noch klein, und passte fast noch in Mutters Körperchen rein,
Doch wie kommt’s, dass das Lieschen fein, lief in den dunklen Wald hinein?
Nun sie folgte ihren zartrosa Ball hinein.
Der rollte und rollte tief hinein und Lieschen trippelte hinterdrein.
Erst vor einer großen Linde blieb er liegen und Lieschen konnte doch noch siegen
und den Ball zu fassen kriegen.
Sie bückte sich und hob ihn hoch und wollte noch ein bisschen rasten bis sie würd zurück zur Wiese hasten.
Doch plötzlich roch sie feinen Kuchen und fing an danach zu suchen.
Der Duft des Kuchens lockte sie zu einer kleinen Hütte,
welche lag mitten im Gestrüppe.
Sie klopfte an und sah ganz fein den guten Kuchen stehen in Reihen.
Auf einmal hörte sie eine liebe Stimme in ihren Rücken,
die sprach mit der Stimme des Entzücken:“
Hallo mein Kind, was machst du hier? Bei der bösen Hexe Mirimir?“
Starr vor schreck und klamm ums Herz fasste Lieschen sich ans Herz.
Drehtete sich um und stotterte:“ Bitte tu mir nichts, du Hexe und behalt dir deine Kuchenschätze!“
“Nun Kind beruhigt dich. Der Kuchen hier der ist für dich.
Komm setzt dich und entspanne dich und lass mich auftragen so manches Kuchengericht.
Ich bin nicht böse oder schlecht, doch eine Hexe bin ich echt. Ich kann heilen, kann auch segnen und das Wichtigste ist ich kann vergeben.
Die Leute reden über mich, doch auch die Schwätzer brauchen mich. Wenn sie krank sind oder alt rufen sie mich dann alsbald, damit ich ihnen ihre Händchen halt.
Komm iss nur auf und ab nach Haus denn deine Mutter wartet drauf. Denn der Tag neigt sich zartrosa seinem Ende und deine Mutter möchte dich halten ihn ihren Händen!“
„Oh ich danke dir für diesen Kuchen und möchte mich bedanken versuchen. Nimm diesen zartrosa Ball hier als Geschenk für deine Gastfreundschaft an mir“, sprach das Lieschen nahm den Ball und gab ihn der Hexe Mirimir.
„Das ist aber lieb von dir. Drum möchte ich dir geben diese hier. Die zartrosa Brosche wirst du tragen mir zur zier.
Aber jetzt Lieschen mach dich auf, denn deine Mutter wartet drauf.“
Mit diesen Worten öffnete sie des Hauses Pforten und gab dann Lieschen noch ein paar Stück Torten.
Als Lieschen trat aus des Hauses Pforten, bepackt mit diesen vielen Torten, fand sie sich wieder auf den Wiesen den zartrosa Sonnenuntergang genießen.


Der Schrei

Marlene und Kai waren auf dem Weg zum kleinen, einsamen Wäldchen, das von den Jugendlichen gerne als versteckt benutzt wurde, wenn diese ungestört sein wollten. Die Scheinwerfer des Autos hatten mühe sich durch den dichten Nebel zu kämpfen um wenigstens einen winzigen Teil der Straße ins Licht zu tauchen.
Die beiden Turteltäubchen waren schon fast am Ziel, als die Musik des Radiosenders abbrach und die Stimme des Moderators eine Ansage machte.
„Meine Damen und Herren, wir bitten um ihre Aufmerksamkeit. Wie uns die Behörden eben mitteilten, kam es zu einer Flucht aus dem Gefängnis. Der Straftäter ist äußerst gefährlich und die Behörden bitten um ihre Achtsamkeit. Der entflohene Häftling ist 1meter 80 groß, hat längerer schwarze Haare und…“
Dann brach die Verbindung zum Radio ab, und die beiden hörten nur noch ein leises Rauschen und Knistern aus der Anlage.
„Was der Typ wohl verbrochen hat?“ fragte Marlene und lehnte sich in ihren Sitz zurück.
„Keine Ahnung, ist doch auch egal, in diese Gegend kommt er sowieso nicht“, erwiderte Kai und konzentrierte sich wieder auf den schmalen Waldweg, den sie jetzt entlangfuhren.
„Na ich weiß ja nicht, und wenn doch?“ fragte Marlene die schon immer etwas ängstlicher war und sich auch jetzt nicht sonderlich wohl fühlte.
Plötzlich prallte das etwas gegen das Auto und die beiden Jugendlichen schrieen entsetzt auf.
„Was war das?“ stotterte Marlene und klammerte sich ängstlich an ihren Freund.
„Ich habe keine Ahnung. Vielleicht ein Reh oder so was?“ stammelte Kai und seine Hände verkrampften sich am Lenkrad.
„Ich geh mal nachsehen, und du bleibst hier“ sagte Kai und löste seinen Gurt.
„Bist du irre? Was wenn es doch kein Reh war, sondern dieser Typ der aus dem Gefängnis ausgebüchst ist?“ fragte Marlene schrill und krallte ihre Nägel in den Pulli ihres Freundes.
„Ach, was redest du denn da? Das war sicher nur ein Reh, ich geh jetzt nachsehen“ meinte Kai und lies etwas zu deren beiden Ermutigung den Macho hinaushängen.
„Verschließ aber die Türen, wenn ich draußen bin, vielleicht hast du ja doch Recht hast, was dann wohl ziemlich unwahrscheinlich wäre“ meinte der Junge scherzend und stieg aus dem Wagen.
Die Tür flog mit einem dumpfen Knall ins Schloss und Marlene sah wie Kai zur Vorderseite des Wagens ging, um zu sehen, was denn diesen Umfall bewirkt hatte.
Das Geräusch seiner Schritte wurde vom Nebel verschluckt genauso wie jeder andere Laut der Nacht.
Kai hörte nur sein eigenes Herz das ihn bis zum Hals klopfte, und ihm das Schlucken schwer machte.
Als er zur Vorderseite gelangt war weiteten sich die Pupillen seiner Augen vor schreck. Er erblickte das Schrecklichste das er je in seinen Leben gesehen.
Blut, überall Blut. Am Auto, am Waldboden und am unförmigen Bündel etwas selbst. Der Gestank des frischen Blutes trieb den Jungen Tränen in die Augen und verursachte einen Brechreiz den er nur mit Mühe unterdrücken konnte. Er kniete sich auf die nasse Erde und stützte sich mit den Händen ab.
Dann durchbrach ein einziger lauter Schrei einer Frau die unnatürliche Stille des Nebels.
Marlene saß im Auto und wunderte sich wo den Kai so lange bliebe, als auch sie den Schrei hörte. Als im nächsten Augenblick ein dumpfer Schlag das Fenster an ihrer Seite erklang zuckte sie zusammen. Mit entsetzten erblickte sie einen den roten, verschmierten Handabdruck auf ihrem Fenster. Es sah aus wie frisches Blut doch sicher war sie sich nicht.
Sie blickte wie gebannt auf den Abdruck auf ihren Fenster. Sie hörte plötzlich auf der Fahrerseite des Wagens ein leises Klopfen. Wieder zog sich ihr ganzer Körper zusammen.
Erleichtert ließ sie die Tür der Fahrerseite aufschwingen und der totenbleiche Kai ließ sich auf den Wagensitz fallen ließ und schnell die Tür schloss.
„Warum hast du so geschrieen?“ fragte Kai nach einigen stillen Momenten.
„Ich… Ich habe nicht geschrieen“, stotterte Marlene und die beiden Starrten sich einen Augenblick entsetzt an. Kai spürte wie seine Kehle trocken wurde und seine Hände vor Angst zu zittern anfingen.
„Lass uns von hier verschwinden. Es ist unheimlich“ wisperte Marlene mit rauer Stimme.
Kai legte den Gang ein und fuhr so schnell es ging Rückwärts ab und nach Hause.
Am nächsten Morgen lasen die Beiden folgende Schlagzeile in der Zeitung:

Bestialischer Mord im Liebeswäldchen
21.4.07 01:05
 


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